Die Corona-Pandemie hat in nahezu allen Bereichen des Arbeitsmarktes für drastische Veränderungen gesorgt. Während das eigene Organisationstalent sowie die persönliche Disziplin im Homeoffice mehr denn je gefragt sind, werden viele Branchen vor erhebliche Herausforderungen, beispielsweise durch personelle Ausfälle, gestellt. Studenten, welche auf der Suche nach einem Nebenverdienst sind, haben in einigen Branchen jedoch gute Aussichten auf Erfolg.

Wichtige Eckdaten für die Jobsuche

Die Stellenvergabe durch Betriebe verläuft seit der Corona-Krise überaus unbürokratisch und ebenso schnell. Dennoch ist es wichtig, dass sich Studierende einen Überblick über ihre freien Kapazitäten verschaffen, sodass sie ihrem künftigen Arbeitgeber klar darlegen können, wie oft und wie lange sie an einzelnen Tagen eingesetzt werden können. In der Regel verzichten die meisten Betriebe aktuell auf eine ausführliche Bewerbung und geben sich mit einem aussagekräftigen Handout zur eigenen Person zufrieden.

Trotz aller erleichterten Einstiegsmöglichkeiten ist es wichtig, die Finanzen in Bezug zur studentischen Krankenversicherung oder auch zum BAföG im Blick zu behalten und keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen, welche im schlimmsten Fall negative Auswirkungen auf steuerliche Verpflichtungen haben könnten. Für eine effiziente Jobsuche hat sich indes die Online-Plattform Studiwork etabliert. Sie bietet Studenten nach einem kurzen Registrierungsprozess zahlreiche Jobgelegenheiten von Arbeitgebern aus dem gesamten Bundesgebiet an. Die Vielfalt von Branchen und Tätigkeitsfeldern ist bei Studiwork bunt gemischt.

Aushilfsjobs im Einzelhandel

Supermärkte, beziehungsweise der Einzelhandel, gelten nicht erst seit Ausbruch der Corona-Pandemie als attraktive Anlaufstelle für Aushilfsjobs. Um den wieder eingekehrten Normalbetrieb nach zahllosen Hamsterkäufen weiterhin aufrechterhalten zu können, bedarf es tatkräftiger Unterstützung durch Aushilfskräfte. Aktuell suchen Einzelhandelsketten nach studentischem Personal, welches sowohl Personalausfälle kompensieren als auch logistische Herausforderungen bewältigen kann. Durch die strengen Regularien zum Infektionsschutz sowie durch die Quarantäne-Verordnung hat im Einzelhandel ein umfassendes Umdenken eingesetzt, welches unter anderem einen erhöhten Personalbedarf zur Folge hat.

Jobs bei Lieferdiensten und in der Gastronomie

In ganz Deutschland mussten Restaurants schließen. Dieser überaus tragische Umstand hatte jedoch nicht zur Folge, dass die Menschen plötzlich selbst in der eigenen Küche den Kochlöffel schwingen und ihre Mahlzeiten selbst zubereiten. Viele Gastronomie-Betriebe haben einen Lieferservice etabliert, weshalb die Nachfrage nach Auslieferern schlagartig in die Höhe geschossen ist. Aushilfskräfte können auf diese Weise dem Lagerkoller entkommen und sich frei in einem Gebiet bewegen. Dennoch bleibt die Lage angespannt, weshalb es wichtig ist, sich über die jeweils neuen Vorschriften zu informieren, um sich selbst sowie andere nicht zu gefährden.

Nebenbeschäftigung im Gesundheitswesen

Die Ausgangsbeschränkungen/-sperren werden in ganz Europa in kleinen Schritten gelockert. Auch wenn die Entwicklung auf den ersten Blick für uns alle positiv zu sein scheint und das Ende der Pandemie in augenscheinlich greifbare Nähe rückt, ist weiterhin Achtsamkeit geboten. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Infektionszahlen nicht wieder ansteigen, suchen Gesundheitseinrichtungen vorsorglich immer mehr Aushilfsjobs für Studenten an. Medizinische Vorkenntnisse sind bei diesen Tätigkeiten in der Regel nicht zwingend notwendig. Eine große Anzahl an Stellenangeboten lassen sich im Pflegebereich, in Krankenhäusern sowie bei Apotheken als Medikamentenkurier finden. Gerade im Gesundheitswesen tragen die Aushilfskräfte zu einer erheblichen Entlastung bei.

Stellenangebote in der Logistik-Branche

Durch Corona wurde sehr schnell deutlich, dass die globale Vernetzung und internationale Handelsketten ein überaus zerbrechliches Konstrukt darstellen und bereits auf kleinste Veränderungen mit großen Auswirkungen reagieren. Durch die Schließung von nationalen Grenzen sowie durch den Erlass zahlloser Vorschriften kam es in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Lieferengpässen.

Studentenjobs im Bereich der Logistik sind vor diesem Hintergrund üppig vorhanden. Auch unerfahrene Hilfskräfte sind zunehmend gefragter und können sich meist über eine schnelle Anstellung freuen. Studenten, die zusätzlich ein Studium in diesem Bereich absolvieren, können gleichzeitig jede Menge praktische Erfahrung sammeln und für eine spätere berufliche Karriere vorsorgen.

Erhöhter Bedarf bei Anwaltskanzleien und Banken

Sowohl Privatpersonen als auch viele Unternehmen jedweder Größe sind durch den Ausbruch der Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten. Dank staatlicher Unterstützung in Form von Hilfspaketen und -fonds kann die Wucht dieser unerwarteten Entwicklungen abgefangen werden. Dennoch müssen Banken die eingehenden Anträge überprüfen und bearbeiten. Darüber hinaus beschäftigen sich Anwaltskanzleien mit betriebsbedingten Kündigungen, Firmeninsolvenzen und Kurzarbeit. Der Bedarf an rechtssicheren Beratungsleistungen sowie im Bereich der Verwaltung ist auch hier sprunghaft angestiegen. Banken sowie Kanzleien suchen nach wie vor händeringend nach Hilfskräften, welche die Arbeitsflut gemeinsam mit dem Stammpersonal bewältigen wollen.

Arbeiten an der Hochschule oder Universität

Universitäten und Hochschule bieten seit dem Ausbruch des Coronavirus jede Menge Assistenzstellen für Studierende an. So benötigen zum Beispiel Dozenten Unterstützung bei der Aufbereitung ihrer Unterlagen für digitale Vorlesungen. Für all jene, die ein naturwissenschaftliches Fach studieren, kommt ein Arbeitseinsatz im Labor in Frage. Die Forschungen an weiteren Impfstoffen sowie am Virus selbst laufen überall und bieten die einmalige Gelegenheit, daran mit zu forschen. Hochschulinterne Stellenangebote sind zudem krisensicher und ermöglichen den Aufbau eines umfassenden Erfahrungsschatzes.

IT-Support für Mitarbeiter im Homeoffice

Der Ausbruch der Pandemie und die damit einhergehenden Folgen für die Wirtschaft waren nicht vorhersehbar. Die Digitalisierung musste in Unternehmen weitaus schneller voranschreiten, als es die einstigen Planungen vorgesehen haben. Zudem mussten die Mitarbeiter mit Endgeräten versorgt werden, um die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Um die Beschäftigten eines Unternehmens in deren eigenen vier Wänden zu unterstützen, ist die Nachfrage nach IT-Studenten erheblich angestiegen. Bereits vor der weltweiten Krise war der Arbeitsmarkt für IT-Kräfte leergefegt. Wer die entsprechenden Softskills sowie Fachkenntnisse mitbringt, kann hier Fuß fassen und sich bei den Unternehmen bereits frühzeitig empfehlen.

Attraktive Jobs im privaten Umfeld

Nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen stehen vor großen Herausforderungen. So sind zum Beispiel viele Eltern auf der Suche nach Betreuern für ihre Kinder, die weiterhin nicht in die Schule gehen dürfen. Darüber hinaus können beispielsweise Musikstudenten Kinder über Videodienste, wie Facetime oder Skype, unterrichten. Ebenso können sich Studenten auf diesem Weg als Nachhilfelehrer engagieren und die Eltern in Sachen Organisation und Tagesmanagement erheblich entlasten.

Ehrenamtliche Tätigkeiten

Studierende, welche bereits einen Nebenjob besitzen und dennoch der Auffassung sind, weitere Kapazitäten anbieten zu können, sind in Ehrenämtern gerne gesehen. Risikopatienten sind dankbar darüber, wenn sie ihren Einkaufszettel abgeben können und aufgrund der Ansteckungsgefahr nicht ihre Wohnung verlassen müssen. Zudem müssen Hunde weiterhin an der frischen Luft ausgeführt werden. Zur Entlastung von (über-)strapazierten Eltern können spielwütige Kinder digital mit Geschichten oder Gesellschaftsspielen beschäftigt werden.