Auto-Abos sind quasi für die Mobilität, was Netflix, Spotify und Co. für das Genießen von Medieninhalten zu Hause ist: on demand, unkompliziert und flexibel. Der Abo-Kunde besucht wie beim gewohnten Shoppen im Netz einfach die Seite eines Auto-Abo Anbieters und wählt sich in dessen Shop das passende Auto aus. Keine lästigen Besuche beim Autohändler, Probefahrten die viel zu kurz sind und nerviges Feilschen um den besten Preis. Es steht ein a-la-carte Shoppingerlebnis im Vordergrund, welches schnell und bequem den Zugang zu einem Auto ermöglicht.

Kunden haben also die Qual der Wahl, und können sich für das aktuell zum Lifestyle passende Auto entscheiden. Das wäre bei einem Single z.b. ein kleiner Stadtflitzer wie der Fiat 500 oder für die junge Familie mit zwei Kindern ein Kombi oder Geländewagen. Das Auto wird nach der Buchung ein paar Tage bzw. Wochen später direkt vor die Haustüre geliefert. Die durchschnittlichen Vertragslaufzeiten eines Auto-Abos betragen übrigens viel weniger als die Pauschale beim klassischen Kilometer-Leasing, nämlich im Schnitt nur 3 bis 12 Monate. Dazu passt auch, dass das Kontingent an Freikilometer, die der Kunde innerhalb der Laufzeit fahren darf, in der Regel 10 bis 20% größer ausfällt als bei einem Leasing-Vertrag. In der Regel bieten Anbieter mehrere Pakete an, aus denen Kunden wählen können – egal ob Sonntags- oder Vielfahrer.

Der größte Unterschied (und Vorteil) kommt aber noch: beim Auto-Abo sind bereits alle Kosten bis auf Treibstoff bzw. Strom enthalten! Bedeutet also, dass man sich zum einen lästige Behördengänge wie zum Beispiel für die Anmeldung sparen kann, und die Kosten für Versicherung, Steuern, die Instandhaltung und sogar die saisongerechte Reifen bereits in der Rate inkludiert sind. Der Auto-Abonnent kann folglich transparent einsehen, wie viel ihn das Auto im Monat kosten wird. Somit wird die Budgetplanung stark vereinfacht, und es ist viel leichter innerhalb des selbstgesteckten Kostenrahmens zu bleiben, vor allem da man ja klar vorab berechnen kann, wie viele Kilometer man im Monat zurücklegen wird und dementsprechend das für einen richtige Kilometerpaket auswählt.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass der Abonnent regelmäßig das Auto wechseln kann und somit den fahrbaren Untersatz an veränderte Lebenssituationen anpassen kann. Die besagten Großstadt-Singles können folglich (nachdem sie einmal zusammengefunden haben) von zwei kleinen Stadtflitzern auf einen größeren Kompakten der Golf-Klasse wechseln, und sobald sich Nachwuchs andeutet, auf einen praktischeren Kombi oder SUV wechseln. Dies ist möglich, da die Vertragslaufzeiten des Abo-Modells wie gesagt ziemlich kurz bemessen sind.

Leider schwankt die Qualität der Angebote zuweilen immer noch sehr stark: Die Spanne zwischen guten und teuren Angeboten bleibt sehr groß. Wer wenig Zeit und Geld bei der Abo-Miete verlieren will, sollte einen Blick auf Portale wie AboPiloten.com werfen, auf denen dem Leser handverlesene Auto Abos präsentiert werden, die bereits durch die Redaktion bewertet und aufbereitet wurden.

Selbst die traditionellen Autovermieter wie Sixt und Hertz drängen mittlerweile mit eigenen Angeboten auf den Auto-Abo Markt. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Startups wie z.b. Cluno und like2drive, die schon länger auf dem Markt aktiv sind. Aber auch die Fahrzeughersteller selbst (wie Volvo und Porsche) sind vermehrt mit eigenen Abos aktiv. Den Kunden wird es am Ende des Tages freuen, denn die Preise sinken und  orientieren sich stetig in Richtung eines Durchschnitts, bei dem Auto-Abos zur ernstzunehmenden Alternative zum klassischen Leasing werden können.